Sonntag, 26.07.2009
soffimoffi 2.0
kero hat sich geärgert. Ist das zu fassen? Über mein Blog hat der sich geärgert. Weil er keinen Kommentar zu Rocky hat schreiben können.
Und weil der sich geärgert hat, hat der mir einfach ein neues Blog geschenkt, zum Geburtstag nachträglich quasi. Das war natürlich sehr nett.
Das neue Blog hat einige Vorteile. Unter anderem steht da nicht immer diese Werbung unter dem obersten Eintrag, so wie das hier ja leider neuerdings der Fall ist.
Und hoffentlich werden freundliche Kommentare, sei es über Rocky oder auch etwas anderes, nicht mehr zu Spam deklariert.
Kurzum: Dieses Blog hier ist vermutlich, wenn mir das neue dauerhaft zusagt, nur noch archivarisch zu sehen.
Das ist soffimoffi 1.0
Es folgt nun: soffimoffi 2.0
Und weil der sich geärgert hat, hat der mir einfach ein neues Blog geschenkt, zum Geburtstag nachträglich quasi. Das war natürlich sehr nett.
Das neue Blog hat einige Vorteile. Unter anderem steht da nicht immer diese Werbung unter dem obersten Eintrag, so wie das hier ja leider neuerdings der Fall ist.
Und hoffentlich werden freundliche Kommentare, sei es über Rocky oder auch etwas anderes, nicht mehr zu Spam deklariert.
Kurzum: Dieses Blog hier ist vermutlich, wenn mir das neue dauerhaft zusagt, nur noch archivarisch zu sehen.
Das ist soffimoffi 1.0
Es folgt nun: soffimoffi 2.0
Skandal! Dumpingpreise im Osten
Sonntag, 12.07.2009
Da simmer wieder
Jetlag hamma, aber ansonsten geht es uns gut. Wir sind gestern gut und nach einer unruhigen, durch Turbulenzen geprägten Nacht in Frankfurt gelandet und wurden mit einem Frühstück durch des Mannes Schwester willkommen geheißen. Auf dem Weg nach Kassel bin ich erstmal hübsch eingeschlafen, ich konnte die Augen einfach nicht offen halten und nur hoffen, dass der Mann, der ja fuhr, das besser schaffte. Und offensichtlich schaffte er es, denn wir haben ja keine Massenkarambolage verursacht.
Ich werde natürlich noch viele viele Bilder online stellen. Allerdings muss ich von den 1000 Bildern vielleicht ein paar auswählen... Darum hier nur ein kleiner Vorgeschmack:
Dienstag, 07.07.2009
Do as the Americans do
Ich hatte es ja bereits ganz zu Anfang geschrieben: manche amerikanische Eigenart ist mir fremd (zum Beispiel eben, dass man sich seinen Platz im Restaurant nicht selbst sucht, sondern man dorthin gewiesen wird). Nun fand ich in einem Buchladen das Buch "When in Germany, do as the Germans do". Darin Tipps wie man sich in Deutschland verhalten sollte um nicht gleich als Amerikaner sprich "Dummkopf" aufzufallen. Das Buch habe ich mir gleich gekauft und kann sagen, dass die meisten Dinge, die die Amerikaner an uns komisch finden umgekehrt grenauso gelten. Zum Beispiel wird darin mokiert, dass man in einem Restaurant vergeblich darauf warte einen Platz zugewiesen zu bekommen.
Das brachte mich jedenfalls auf die Idee, ein paar Verhaltenstipps fuer Menschen zu formulieren, die wie ich, zuvor nicht in den "States" waren und nicht die gleichen peinlichen Momente erleben brauchen wie ich. Also, tatata, es folgt ein (freilich nur fragmentarischer) Knigge fuer den deutschen Amerikabesucher, oder "Do as the Amricans do":
Das brachte mich jedenfalls auf die Idee, ein paar Verhaltenstipps fuer Menschen zu formulieren, die wie ich, zuvor nicht in den "States" waren und nicht die gleichen peinlichen Momente erleben brauchen wie ich. Also, tatata, es folgt ein (freilich nur fragmentarischer) Knigge fuer den deutschen Amerikabesucher, oder "Do as the Amricans do":
- Nur nochmal zur Wiedeholung: Setze dich in einem Bistro, Restaurant, Diner niemals einfach irgednwo hin. Warte darauf, dass dir von einer Servicekraft ein Platz zugewiesen wird.
- Frage nicht in einem Supermarkt nach Bier. Dort gibt es eh keines. Dafuer musst du in einen "Liquor"-Laden gehen.
- Frage jeden, wirklich jeden, auch dem Typen an der Kasse wie es ihm geht. Und dass es nett war ihn getroffen zu haben. Und wuensche ihm einen schoenen Tag. Wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, sage, dass es dir gut geht, auch wenn es nicht stimmt.
- Versuche es nicht komisch zu finden, wenn du etwa auf einer goldenen Hochzeit Menschen triffst, die du noch nie gesehen hast, die du vermutlich auch nie wieder sehen wirst, weil du einfach nur mitgebracht wurdest, wundere dich dann also nicht, wenn sie dich zum Abschied umarmen und es total nett fanden, dich getroffen zu haben. Wundere dich ebenfalls nicht, dass auf eben dieser Feier alle Menschen zu dir gefuehrt werden, die irgendwann mal schonmal in Deutschland gewesen sind, meist in Heidelboerg oder Mennhaym oder Keysersloytern auf einer Armybase. Und weil sie ja auf einer Armybase waren leider von Deutschland ansonsten auch gar nichts mitbekommen haben, geschweige denn ein deutsches Wort beherrschen. Hoere dir das alles freundlich an. Denn Amerikaner lieben den Smalltalk.
- Kurzum: Akzeptiere einfach die dem Deutschen in der Regel fremde easy-going-just-call-me-Bob-Mentalitaet und versuche mitzuspielen.
- Wundere dich einfach nicht ueber die Groessen, hat ja eh keinen Sinn. Damit ist ja noch nichtmal gemeint, dass die Amerikaner wahrscheinlich als einzige auf der Welt nicht in Litern, Metern oder Kilogramm denken, sondern in Unzen, Meilen, Gallonen oder Fuessen, verwirrend genug. Damit ist gemeint, dass in Amerika gilt: Think big. Hier ist alles groesser als anderswo. Die Autos etwa. Das kleinste verfuegbare Auto beim Mietwagenanbieter ist eine Limousine. Einen Swift, Mini, Polo kann man hier vergeblich auf den Strassen suchen. Die gibt es hier einfach gar nicht. Oder man nehme die Handys: Waehrend bei uns die Devise ist: moeglichst klein und leicht bitte, muss hier immer eine Extratastatur dran sein, ein Blackberry oder lustige Handyknochen zum Aufklappen. Naja, und die Waschmaschinen koennten ruhig auch einen Tick kleiner und dabei weniger energieverschwendend sein, denke ich. Interessant in diesem Zusammenhang auch: Die kleinste bestellbare Kaffeegroesse bei Starbuck's ist tall, also gross. Ich habe mich nicht vertippt und wiederhole nochmal, ein kleiner Kaffee heisst hier gross. Die mittlere Groesse heisst Grande, also noch groesser und den Namen der grossen Kategorie habe ich leider vergessen, aber sie ist einfach ein weiterer Superlativ. Warum nennt man sie nicht einfach klein, mittel und gross? Weil das zu klein waere fuer Amerika. Wie gesagt: Think big.
- Obwohl es heisst, die Deutschen waeren sehr ordnungsfanatisch, so kann man doch sagen, an bestimmten Punkten sind da die Amerikaner besser: Schlange stehen an den Bussen. Bei uns gilt, moeglicherweise nicht nett, ja die Devise, man raufe sich zu Trauben zusammen und wer zuerst an der Einstiegstuer ist, der steigt ein. Hier wird sich artig in Schlangen aufgestellt. Wer zuerst an der Haltestelle ist also, der darf zuerst einsteigen. Also: Immer schoen anstellen.
- Aergere dich nicht zu sehr, wenn du noch nicht fertig bist mit Essen, dein Gegenueber aber schon und dem der Teller bereits abgeraeumt wird, so dass es irgendwie bloed aussieht, dass du noch nicht fertig bist. Aergere dich auch nciht, wenn sie noch waehrend des Essens fragen, ob du noch was bestellen willst und wenn du nein sagst, dir, ebenfalls ncoh beim Essen, bereits die Rechnung hinlegen. Ich denke, das ist nicht als Rausschmeisser gemeint.
- Gebe immer 15 % Trinkgeld, wie der Service war ist egal, tus einfach.
- Wundere dich nicht, wenn alles immer etwas teurer ist als du es irgendwie erwartet hattest, die Rechnung im Restaurant etwa oder der Preis des Buches "When in Germany, do as the Gemrnas do". Die Preisschilder naemlich sind gemin und hinterhaeltig: Sie enthalten die Mehrwertsteuer noch gar nicht. Die wird erst beim Bezahlen drauf geschlagen, weswegen meist auch unmoeglich krumme Summen bei rumkommen. "When in Germany..." sollte laut Preisschild etwa 12,95 kosten. Bezahlen musste ich aber 13, 73. Nicht wundern, Pennies auf dem Tresen ausschuetten und rausklauben. Der freundliche Verkaeufer hilft gerne und will auch gleich wissen wie es dir geht.
- Frage niemals, auch nicht mit einer Portion Ironie in der Stimme, warum die Amerikaner ihren grossen Baseballwettbewerb World Series nennen, obwohl keine einzige nicht-amerikanische Mannschaft mitspielt. Fuege dann auf keinen Fall scherzhaft hinzu, dass wohl keine andere Nation der Welt so crazy about Baseball sei wie die Amerikaner, weil, nunja, Brennball hat ja auch nie Spass gemacht in der Schule. Im besten Falle sagt der Amerikaner dann kuehl, dass Kuba und Japan auch verrueckt nach Baseball sind. Im schlechtesten geht er ans Buffet und redet nicht mehr mit dir.
- Sage einfach: Jaja, wir trinken nur Bier. Anderenfalls bist du sehr schnell in sehr ausufernde Diskussionen verwickelt. Und trinke dann auch einfach Bier. Es sollte dann auch egal sein, dass es erst 13 h ist. Es ist schliesslich eine goldene Hochzeit und es gibt Beck's.
- Sage niemals, dass du zur Toilette gehst. Der Amerikaner ist da euphemistischer und geht in einen restroom oder einen bathroom, also in einen Ruheraum oder ein Badezimmer. Obwohl er ja in Wirklichkeit genau dahin geht, wo du auch hin gehst, naemlich zur Toilette. Das sagt er aber nicht. Und er findet es sehr peinlich, wenn du das tust. Also gehe dir halt die Nase pudern oder dich mal eben etwas frisch machen oder ausruhen. Jedenfalls nicht zur Toilette.
- Freunde dich mit Laerm an. Amerikaner sind laut. Ihre Trucks sind lauter und sie reden lauter. Im Restaurant bruellen sie einander regelrecht an. Beim Lincoln Memorial in Washington, D.C., da steht am Eingang: "Please be quiet. Respect!" Darin ein Laerm sondergleichen. Vermutlich ist das dann schon quiet auf amerikanisch...
- Geniesse aber auch einfach mal, dass es im Restaurant immer Leitungswasser dazu gibt und wenn nicht, dann guckt keiner schief, wenn du darum bittest. In Deutschland wuerde der Ober im Restaurant dann ja schon die Nase ruempfen.
- Trage ruhig eine Baseballmuetze. Du magst dir albern vorkommen, aber du faellst absolut nicht auf. Eventuell wuerdest du auch gerne die Mode wieder sehen, bei der die Hose ungefaehr auf Hoehe des Anus sitzt. Dann bist du hier richtig. Hier gibt es diese Mode noch.
Samstag, 04.07.2009
Nachtrag
Der Mann hatte sich gestern abend mit unserem Gastgeber unterhalten und meinen gestrigen Eintrag (fuer die Menschlein da drueben in Europa sieht es freilich so aus, als waere der Eintrag auch von heute) daher erst heute morgen gelesen. Nun treibt ihn evtl. nicht ganz zu Unrecht die Sorge, die Menschlein drueben in Europa, die diesen Eintrag lesen, koennten sich um uns sorgen, wenn ich schreibe wir residieren in einer Gegend mit dubiosen Gestalten, verlassenen Haeusern und ueberhaupt irgendwie in einer nicht feinen Gegend. Obwohl das natuerlich stimmt und wir uns nicht sicher sind, ob wir heute Nacht Schuesse oder Independence Boeller gehoert haben, moechte ich etwaigen Sorgen vorbeugen. Wir wohnen in einem Kirchenbau, sind Gast des Priesters hier. Das trauen sich die groessten Ghettokids nicht, hier was anzustellen. Gangsterehre. Nur alleine nachts raus gehen, das sollten wir vermeiden und das tun wir natuerlich auch.
More America
Es wurde bemaengelt, dass ich nur ueber Essen schreibe und nicht etwa ueber das Wetter.
Dazu ist zweierlei zu sagen: Erstens geht es in New York auch eigentlich um nichts anderes als ums Essen. das liegt daran, dass in New York niemand kocht. Als wir Tom fragten, wo wir denn in seiner Wohnung unseren morgendlichen Kaffee kochen koennten, da raeumte er in seiner sagenhaften Wohnun gerstmal einen riesigen Stapel Papiere von der Kochplatte!
Der New Yorker kocht nicht, der geht essen. Und das gut und gerne. Und darum muss es ja auch ein entsprechendes Angebot geben, sonst geht das ja nicht, immer nur Pizza und Burger... Und darum ist in NYC alles voll mit Essen. Und darum geht es auch immer nur darum.
Zweitens aber war ich beim Beginn miner Reise einfach mal davon ausgegangen, dass die ganze Zeit die Sonne scheinen wuerde, so dass Sonnenschein nicht weiter erwaehnenswert erschien - allerdings hat sich das nun geaendert, denn in Boston, dem naechsten Stopp unserer Reise, war es die ganze Zeit grau und hat meistens geregnet. So war mein Geburtstag, der ja Dienstag war, ziemlich grau war - nicht nur weil ich die graue Zahl 30 erreicht habe... Aber ich habe viele erheiternde Geburtstagsgruesse via SMS und Mail bekommen, wofuer ich mich sehr bedanke.
Boston ist eigentlich ganz schoen, wenn es nicht so grau waere. Es liegt huebsch am Meer und hat viele niedliche Backsteinbauten. Und hier haben sie ganz wild fuer die amerikansiche Unabhaengigkeit gekaempft. Darum sind wir an meinem Geburtstag auf dem sog. Freedom Trail gewandelt. Abends waren wir dann in einem schicken Restaurant - ich ass einen Thunfischtarte fuer 15 Dollar, der etwa die Groesse meines Daumennagels hatte. Soviel dazu. Arturs Tomatensalat bestand immerhin aus vier Tomatenscheiben und etwas Kaese und kostete genauso viel. Da knallten die allerdings sehr guten Cocktails umso doller.
Den naechsten Tag in Boston verbrachten wir im Regen. Wir waren bei den Red Sox (mein Wunsch war das nicht!) und in Harvard (des Mannes Wunsch war das nicht!). Der Mann kaufte ein Red Sox-T-Shirt, ich einen Harvard-Pullover. Und dann waren wir so pitschenass, dass wir den Rest des Tages fernsehen guckten und uns in unser Bett kuschelten.
Meine Schuhe sind immer noch nicht richtig trocken.
Von Boston aus fuhren wir Richtung Philadelphia. Kurz davor hielten wir bei einem Motel und checkten irgendwie so richtig amerikanisch also in einem Motel ein. Ich fands klasse, so kannte ich das aus den Road Movies. Der Mann fands nicht sooo klasse, denn das Motel war billig, der Fernseher gruenstichig, die Decken niedrig, der Teppich vermutlich seit Jahrzehnten nicht gereinigt worden und irgendwie mueffelte es nach Keller. Das Fruehstueck heute morgen bestand aus in Plastik gehuellten Muffins und Kaffee mit Kaffeeweisser statt Milch. Tja, da musste er durch. Dafuer musste ich versprechen, dass wir, zurueck in New York, ein Basketballspiel im Madison Square Garden angucken wuerden. Ich denke, das ist fair.
Den Tag heute verbrachten wir, inzwischen wieder unter knatterblauem Himmel und stechender Sonne, in Philadelphia. Waehrend Boston total aktiv an der Unabhaengigkeit mitgewirbelt hat, wurde ja in Philadelphia alles so erdacht, so mit Grips. Hier wurde die Unabhaengigkeitserklaerung erdacht und unterschrieben. Und so sah es da heute auch aus, denn morgen ist ja Independence Day und Philadelphia, als Urstaette, feiert dicke. Das konnte man heute schon erahnen. Es war sehr interessant muss ich sagen. Ueberall konnte man unter den Schildern "Once upon a nation - a daily story" sich von ambitionierten Menschen, vermutlich Studenten eine Geschichte zum Thema Unabhaengigkeit erzaehlen lassen. Dazu setzte man sich unter das Schild und die jungen Menschen begannen lebhaft zu erzaehlen, zuweilen in lustigen Kostuemen aus der Zeit damals.
Ansonsten wurde auf der Independece Mall ein Soldatenlager im Stile des Unabhaengigkeitskrieges erbaut, mit verkleideten jungen Menschen, die sich vor den Zelten luemmelten. Ganz witzig.
Nun sind wir in Baltimore. In unserem Reisefueher steht, man sollte Gegenden meiden, in denen die Scheiben zerschlagen, die Autos alt und die Gestalten dubios seien. Erquickenderweise wohnen wir nun in eben einer solchen Gegend in Baltimore. Ich hoffe, es passiert uns und unserem Mietwagen nichts... Obwohl - der Mietwagen... Der Mann wollte nicht, dass ich das blogge, aber wo ich schon gerade von unserem Mietwagen spreche... Kaum hatten wir dieses schicke goldene Gefaehrt in Manhattan in Empfang genommen, der Mann gerade verstanden, dass es ein Automatikgetriebe ist, da donnerten wir auch schon gegen einen Baumstumpf, der sich klammheimlich auf dem Buergersteig, auf dem wir parkten, versteckt hatte. Die Delle ist gross und das gesamte Waschwasser fuer die Windschutzscheibe ergoss sich auf der Perry Street. Das war der bisher beschissenste Moment der Reise. Jetzt, wo wir in einer dubiosen Hood wohnen, koennte es aber noch schlimmer werden. Mal sehen...
Dazu ist zweierlei zu sagen: Erstens geht es in New York auch eigentlich um nichts anderes als ums Essen. das liegt daran, dass in New York niemand kocht. Als wir Tom fragten, wo wir denn in seiner Wohnung unseren morgendlichen Kaffee kochen koennten, da raeumte er in seiner sagenhaften Wohnun gerstmal einen riesigen Stapel Papiere von der Kochplatte!
Der New Yorker kocht nicht, der geht essen. Und das gut und gerne. Und darum muss es ja auch ein entsprechendes Angebot geben, sonst geht das ja nicht, immer nur Pizza und Burger... Und darum ist in NYC alles voll mit Essen. Und darum geht es auch immer nur darum.
Zweitens aber war ich beim Beginn miner Reise einfach mal davon ausgegangen, dass die ganze Zeit die Sonne scheinen wuerde, so dass Sonnenschein nicht weiter erwaehnenswert erschien - allerdings hat sich das nun geaendert, denn in Boston, dem naechsten Stopp unserer Reise, war es die ganze Zeit grau und hat meistens geregnet. So war mein Geburtstag, der ja Dienstag war, ziemlich grau war - nicht nur weil ich die graue Zahl 30 erreicht habe... Aber ich habe viele erheiternde Geburtstagsgruesse via SMS und Mail bekommen, wofuer ich mich sehr bedanke.
Boston ist eigentlich ganz schoen, wenn es nicht so grau waere. Es liegt huebsch am Meer und hat viele niedliche Backsteinbauten. Und hier haben sie ganz wild fuer die amerikansiche Unabhaengigkeit gekaempft. Darum sind wir an meinem Geburtstag auf dem sog. Freedom Trail gewandelt. Abends waren wir dann in einem schicken Restaurant - ich ass einen Thunfischtarte fuer 15 Dollar, der etwa die Groesse meines Daumennagels hatte. Soviel dazu. Arturs Tomatensalat bestand immerhin aus vier Tomatenscheiben und etwas Kaese und kostete genauso viel. Da knallten die allerdings sehr guten Cocktails umso doller.
Den naechsten Tag in Boston verbrachten wir im Regen. Wir waren bei den Red Sox (mein Wunsch war das nicht!) und in Harvard (des Mannes Wunsch war das nicht!). Der Mann kaufte ein Red Sox-T-Shirt, ich einen Harvard-Pullover. Und dann waren wir so pitschenass, dass wir den Rest des Tages fernsehen guckten und uns in unser Bett kuschelten.
Meine Schuhe sind immer noch nicht richtig trocken.
Von Boston aus fuhren wir Richtung Philadelphia. Kurz davor hielten wir bei einem Motel und checkten irgendwie so richtig amerikanisch also in einem Motel ein. Ich fands klasse, so kannte ich das aus den Road Movies. Der Mann fands nicht sooo klasse, denn das Motel war billig, der Fernseher gruenstichig, die Decken niedrig, der Teppich vermutlich seit Jahrzehnten nicht gereinigt worden und irgendwie mueffelte es nach Keller. Das Fruehstueck heute morgen bestand aus in Plastik gehuellten Muffins und Kaffee mit Kaffeeweisser statt Milch. Tja, da musste er durch. Dafuer musste ich versprechen, dass wir, zurueck in New York, ein Basketballspiel im Madison Square Garden angucken wuerden. Ich denke, das ist fair.
Den Tag heute verbrachten wir, inzwischen wieder unter knatterblauem Himmel und stechender Sonne, in Philadelphia. Waehrend Boston total aktiv an der Unabhaengigkeit mitgewirbelt hat, wurde ja in Philadelphia alles so erdacht, so mit Grips. Hier wurde die Unabhaengigkeitserklaerung erdacht und unterschrieben. Und so sah es da heute auch aus, denn morgen ist ja Independence Day und Philadelphia, als Urstaette, feiert dicke. Das konnte man heute schon erahnen. Es war sehr interessant muss ich sagen. Ueberall konnte man unter den Schildern "Once upon a nation - a daily story" sich von ambitionierten Menschen, vermutlich Studenten eine Geschichte zum Thema Unabhaengigkeit erzaehlen lassen. Dazu setzte man sich unter das Schild und die jungen Menschen begannen lebhaft zu erzaehlen, zuweilen in lustigen Kostuemen aus der Zeit damals.
Ansonsten wurde auf der Independece Mall ein Soldatenlager im Stile des Unabhaengigkeitskrieges erbaut, mit verkleideten jungen Menschen, die sich vor den Zelten luemmelten. Ganz witzig.
Nun sind wir in Baltimore. In unserem Reisefueher steht, man sollte Gegenden meiden, in denen die Scheiben zerschlagen, die Autos alt und die Gestalten dubios seien. Erquickenderweise wohnen wir nun in eben einer solchen Gegend in Baltimore. Ich hoffe, es passiert uns und unserem Mietwagen nichts... Obwohl - der Mietwagen... Der Mann wollte nicht, dass ich das blogge, aber wo ich schon gerade von unserem Mietwagen spreche... Kaum hatten wir dieses schicke goldene Gefaehrt in Manhattan in Empfang genommen, der Mann gerade verstanden, dass es ein Automatikgetriebe ist, da donnerten wir auch schon gegen einen Baumstumpf, der sich klammheimlich auf dem Buergersteig, auf dem wir parkten, versteckt hatte. Die Delle ist gross und das gesamte Waschwasser fuer die Windschutzscheibe ergoss sich auf der Perry Street. Das war der bisher beschissenste Moment der Reise. Jetzt, wo wir in einer dubiosen Hood wohnen, koennte es aber noch schlimmer werden. Mal sehen...
Montag, 29.06.2009
Noch mehr New York
Heute verlassen wir New York City. Weiter geht es nach Boston und Cambridge. Weg also von Sex and the City, hin zu Ally McBeal. Und, aktueller, hin zu Boston Legal - jaja, ich bin ein TV-Junkie...
However, das war noch New York:
Der Mann hat mir ein vortraegliches Geburtstagsgeschenk bereitet und wir waren am Samstagabend bei Stomp im East Village. Da waren wir ja schonmal in Kassel zusammen in der 300. Reihe oder so. Dieses Mal sassen wir in der zweiten, was nochmal eine formidablere Erfahrung ist. Wenn man den Schweiss der Akteure direkt abbekommt. Naja, aber vor allem, weil man besser hoert und die Akteure direkt vor sich sehen kann. Das war klasse.
Leider spuerte ich dann doch noch etwas den Jetlag und ich musste etwas mit der Muedigkeit kaempfen in den ruhigeren Passagen.
Gestern war dann ja Gay Pride. Das ist ein bisschen wie Koelner Karneval, nur schwuler. Erst ein riesiger Karnevalsumzug also, mit schrillen Kostuemen und guter Laune und abends hoerten die gar nicht mehr auf besoffen durch die Gegend zu laufen und rumzubruellen. Ich fands ja irgendwie klasse, der Mann war zum Ende hin etwas genervt. Vom Pizzaladen zu uns nach Hause, das war ploetzlich nicht mehr in zehn, sondern nur noch in dreissig Minuten zu schaffen. Durch das Gedraengel.
Zwischendurch sind wir noch mit der Staten island Faehre nach Staten island gefahren, um dann sofort wieder zurueck zu fahrne. Man faehrt ja nicht nach Staten Island, um da zu bleiben. So spannend ist es da eher nicht. Man faehrt da hin, weil man von der Faehre aus einen formidablen Blick auf Manhattan und die Freiheitsstatue hat.
Anschliessend waren wir npch am Union Square und einkaufen und draengten uns durch die lustigen Massen. Wie gesagt, ich fands irgendwie klasse. Alle umliegenden Geschaefte waren in Regenbogenfarben dekoriert, alle machten mit, sogar der Governeur vom Staat New York.
Abends fuehrte Tom uns zum besten Pizzaladen New Yorks aus, seiner Meinung nach. Es gaebe da durchaus unterschiedliche Ansichten, aber dieser laden sei immer wieder vorne mit dabei. An den Waenden dann auch lauter Promis mit Unterschrift, die wohl auch der Ansicht sind, dass John's Pizza at Bleeker Street der beste Pizzaladen ist. War ja auch ganz lecker, aber dann irgendwie auch einfach Pizza. Am besten daran war eigentlich, dass wir uns zu viert drei gfrossen Pizzen bestellten, die uns dann auf drei Etagen serviert wurden (Foto folgt freilich).
Da Tom und seine Freundin heute arbeiten muessen, sind sie nach dem Pizzaessen auch gleich nach Hause. Wir sind dann noch in eine Bar gegangen. Der Mann wollte in eine, die moeglichst weit weg von den "Happy Pride"-Bruellern lag und so endeten wir in einer sehr ruhigen Bar, ein Cafe vielleicht eher, in der Handys nicht erlaubt sind und in der an drei Tischen Menschen sassen, die sich unterhielten, an den anderen elf Tischen sassen Menschen mit ihren iBooks oder mit Buechern. Daneben ein Becher kaffee oder ein Glas Rotwein. Aus den Lautsprecher Operngesaenge. Hm, interessant. Wir mit Bier und ohne iBook, wir fielen schon etwas aus dem Rahmen. Und dann blamierten wir uns auch noch, weil wir annahmen, endlich kapiert zu haben, wie New Yorker Cafes funktionieren. Wir fragten einen an der Bar stehenden Mann, wohin wir uns setzen sollten. Der sagte freundlich: "Be my guest, but I'm not working here." Und dann sagte er uns noch, dass man sich hier einfach einen Platz suche, er koenne uns gerne helfen und dann wies er uns einfach trotzdem einen Platz zu. Tja.
Und so klang unser vorerst letzter Abend in New York aus. Ein Abend waren wir also in einer sehr lauten Bar namens "Black Fat Pussycat", einen bei Stomp und einen in einer Intellektuellenkneipe, durchaus abwechslungsreich. Jetzt fahren wir gleich mit unserem gerade neu erworbenen Navigationssystem nach Boston.
However, das war noch New York:
Der Mann hat mir ein vortraegliches Geburtstagsgeschenk bereitet und wir waren am Samstagabend bei Stomp im East Village. Da waren wir ja schonmal in Kassel zusammen in der 300. Reihe oder so. Dieses Mal sassen wir in der zweiten, was nochmal eine formidablere Erfahrung ist. Wenn man den Schweiss der Akteure direkt abbekommt. Naja, aber vor allem, weil man besser hoert und die Akteure direkt vor sich sehen kann. Das war klasse.
Leider spuerte ich dann doch noch etwas den Jetlag und ich musste etwas mit der Muedigkeit kaempfen in den ruhigeren Passagen.
Gestern war dann ja Gay Pride. Das ist ein bisschen wie Koelner Karneval, nur schwuler. Erst ein riesiger Karnevalsumzug also, mit schrillen Kostuemen und guter Laune und abends hoerten die gar nicht mehr auf besoffen durch die Gegend zu laufen und rumzubruellen. Ich fands ja irgendwie klasse, der Mann war zum Ende hin etwas genervt. Vom Pizzaladen zu uns nach Hause, das war ploetzlich nicht mehr in zehn, sondern nur noch in dreissig Minuten zu schaffen. Durch das Gedraengel.
Zwischendurch sind wir noch mit der Staten island Faehre nach Staten island gefahren, um dann sofort wieder zurueck zu fahrne. Man faehrt ja nicht nach Staten Island, um da zu bleiben. So spannend ist es da eher nicht. Man faehrt da hin, weil man von der Faehre aus einen formidablen Blick auf Manhattan und die Freiheitsstatue hat.
Anschliessend waren wir npch am Union Square und einkaufen und draengten uns durch die lustigen Massen. Wie gesagt, ich fands irgendwie klasse. Alle umliegenden Geschaefte waren in Regenbogenfarben dekoriert, alle machten mit, sogar der Governeur vom Staat New York.
Abends fuehrte Tom uns zum besten Pizzaladen New Yorks aus, seiner Meinung nach. Es gaebe da durchaus unterschiedliche Ansichten, aber dieser laden sei immer wieder vorne mit dabei. An den Waenden dann auch lauter Promis mit Unterschrift, die wohl auch der Ansicht sind, dass John's Pizza at Bleeker Street der beste Pizzaladen ist. War ja auch ganz lecker, aber dann irgendwie auch einfach Pizza. Am besten daran war eigentlich, dass wir uns zu viert drei gfrossen Pizzen bestellten, die uns dann auf drei Etagen serviert wurden (Foto folgt freilich).
Da Tom und seine Freundin heute arbeiten muessen, sind sie nach dem Pizzaessen auch gleich nach Hause. Wir sind dann noch in eine Bar gegangen. Der Mann wollte in eine, die moeglichst weit weg von den "Happy Pride"-Bruellern lag und so endeten wir in einer sehr ruhigen Bar, ein Cafe vielleicht eher, in der Handys nicht erlaubt sind und in der an drei Tischen Menschen sassen, die sich unterhielten, an den anderen elf Tischen sassen Menschen mit ihren iBooks oder mit Buechern. Daneben ein Becher kaffee oder ein Glas Rotwein. Aus den Lautsprecher Operngesaenge. Hm, interessant. Wir mit Bier und ohne iBook, wir fielen schon etwas aus dem Rahmen. Und dann blamierten wir uns auch noch, weil wir annahmen, endlich kapiert zu haben, wie New Yorker Cafes funktionieren. Wir fragten einen an der Bar stehenden Mann, wohin wir uns setzen sollten. Der sagte freundlich: "Be my guest, but I'm not working here." Und dann sagte er uns noch, dass man sich hier einfach einen Platz suche, er koenne uns gerne helfen und dann wies er uns einfach trotzdem einen Platz zu. Tja.
Und so klang unser vorerst letzter Abend in New York aus. Ein Abend waren wir also in einer sehr lauten Bar namens "Black Fat Pussycat", einen bei Stomp und einen in einer Intellektuellenkneipe, durchaus abwechslungsreich. Jetzt fahren wir gleich mit unserem gerade neu erworbenen Navigationssystem nach Boston.
Samstag, 27.06.2009
Dinge, die ich an NY mag und Dinge, die ich nicht mag
An New York gefaellt mir nicht:
- die absolute Undurchsichtigkeit bezueglich der Ampelnutzung. Wozu gibt es hier ueberhaupt welche?
- Wenn mir auf der Toilette in der Bar eine Frau den Wasserhand aufdreht, mir Seife in die Hand gibt, den Wasserhahn wieder zudreht und mir das handtuch reicht - besonders mag ich das nicht, wenn ich kein Geld dabei habe, um mich erkenntlich zu zeigen.
- Dass ich mir im Cafe nicht einfach einen Platz selber aussuchen darf. Immer muss man sich einen zuweisen lassen.
- Die viel, viel zu kalt eingestellten Klimaanlagen in allen Raeumlichkeiten.
- Das merkwuerdige Subwaysystem.
- Brooklyn Lager.
- Dim Sum. Wir waren heute in China Town, in einem unglaublich grossen Restaurant, wo man mittels Rolltreppe in den zweiten Stock faehrt, in dem es unuebersichtlich gross ist. Dort assen wir Dim Sum. Das ist wie chinesische Tapas. Man sitzt da so rum und die ganze Zeit fahren eilfertige Chinesen mit Rollwagen herum und man kann sich von diesen Rollwagen diverse Kleinigkeiten herunternehmen. Das ist unglaublich super. Eine tolle Erfahrung. Und fuer New Yorker Verhaeltnisse sogar sauguenstig: Zu viert satt essen kostete 58 Dollar. Inklusive Getraenke, allerdings exklusive des Tips von immer 15 %.
- Der Blick vom Empire State Building.
- Dass die Levi's nur 40 Dollar kosten.
- Die unglaubliche Vielfalt unterschiedlichster Restaurants und Bars.
- Die mindestens ebenso grosse Vielfalt an Menschen.
- der Central Park.
- das spontane Michael-Jackson-Gedaechtnis-Happening im Washington Park.
- Morgen ist Gay Pride. Hier, in exakt dem Viertel, in dem wir wohnen, also fast, in Greenwich Village, aber die Christopher Street is umme Ecke, hier begann ja alles mit dem Christopher Street Day und so. Gilt ja auch als beruehmtes Happening. Love Parade, pffft.
- schon irgendwie beeindruckend sind diese Wolkenkratzer all ueberall, auch richtig alte. Hier hat man offenbar schon in die Hoehe gebaut, als man in Europa nicht mal die Idee von in die Hoehe bauen hatte.
- ach, und ueberhaupt. Ist schon irgendwie cool hier. Tolerant. Weltoffen. Gar nicht so, wie ich mir Amerilkaner so im allgemeinen vorstelle...
Freitag, 26.06.2009
Gruesse aus New York City
Gelandet am JFK Flughafen, verwirrt und nicht geuwsst wie nun weiter. Eine freundliche (!) New Yorkerin, die aber schon lange in Deutschland lebt, zeigte uns dann wie es geht und gab uns noch den Tipp, in der U-Bahn auf unsere Portemonnaies aufzupassen. "Willkomen in New York" unkte daraufhoin ihr Begleiter. Ghetto also tatsaechlich? Sie lud uns fuer heute noch zu einer Vernissage ein, aber da werden wir wohl leider nicht hingehen koenne.
Wir fuhren in einer recht scheppernden U-Bahn nach Manhattan, irrten nur kurz rum, um in einer Pizzabude den von Tom hinterlegten Schluessel zu seiner Wohnung in Empfang zu nehmen. Two Boots Pizza hiess der Laden. Dort nahmen wir dann auch gleich selbst ein bisschen Pizza zu uns und gingen dann in die Perry Street, wo Tom wohnt. Perry Street! Fans wissen es moeglicherweise: Das ist die gleiche Strasse, in der Carrie Bradshaw lebt, also fiktiv. Nur neun Haeuser weiter von unserer Unterkunft ist das. Und schraeg ueber den Hof hinweg hat bis vor kurzem Hillary Swank gewohnt. So ein Viertel ist das hier. Tom zahlt fuer seine vielleicht 40 Quadartzimmerwohnung hier stolze 3100 Dollar! Wer bietet mehr?
Warum Tom soviel Geld fuer seine Wohnung ausgibt ist allerdings ein raetsel: Seit August 2008 lebt er hier und hat seine Kisten zum groessten Teil noch nicht ausgepackt. Dafuer stapeln sich in einem Zimmer neun Gitarren, im anderen zehn Verstaerker fuer E-Gitarren. Das sei sein neues, etwas kostspieliges Hobby, verraet er uns spaeter. Wer uns eine Artistenwohnung bescheinigt, hat diese Wohnung noch nicht erblickt! In dem Wohnzimmer geht ein wirklich schoener Kamin voellig unter, weil der fernseher so riesig ist, dass der Kamin nicht mehr auffaellt. Verrueckte Amerikaner.
Wir sind dann erstmal zum Times Square gewandert, was dann doch nicht ganz so fussnah liegt wie wir vermutet hatten... Dort, auf riesiger Grossbildleinwand, erfuhren wir dann vom Tod Michael Jacksons, der ganze Times Square wisperte es raunend vor sich hin - und das sind Menschenmassen, die ihresgleichen suchen. Tom meint, in Shibuya, Tokio, da werde der Times Square noch potenziert. Muss ich vielleicht auch mal hin...
Anschliessend waren wir nur noch einkaufen und dann sind wir todmuede ins Bett gefallen - nach New Yorker Zeit um 10 pm, deutsche und gefuehlte Zeit: vier Uhr morgens. Aber jetzt sind wir glaube ich dem Jetlag entkommen. Und fruehstuecken gemuetlich in unserer Artistenwohnung - zu deren Grundausstattung auch ein topmoderner Laptop mit Internetanschluss gehoert. Darum schonmal dieser lange erste Bericht.
Das Wetter ist heute eher grau und regnerisch. Heute nachmittag hat das MoMA freien Eintritt, das werden wir dann wohl machen.
Wir fuhren in einer recht scheppernden U-Bahn nach Manhattan, irrten nur kurz rum, um in einer Pizzabude den von Tom hinterlegten Schluessel zu seiner Wohnung in Empfang zu nehmen. Two Boots Pizza hiess der Laden. Dort nahmen wir dann auch gleich selbst ein bisschen Pizza zu uns und gingen dann in die Perry Street, wo Tom wohnt. Perry Street! Fans wissen es moeglicherweise: Das ist die gleiche Strasse, in der Carrie Bradshaw lebt, also fiktiv. Nur neun Haeuser weiter von unserer Unterkunft ist das. Und schraeg ueber den Hof hinweg hat bis vor kurzem Hillary Swank gewohnt. So ein Viertel ist das hier. Tom zahlt fuer seine vielleicht 40 Quadartzimmerwohnung hier stolze 3100 Dollar! Wer bietet mehr?
Warum Tom soviel Geld fuer seine Wohnung ausgibt ist allerdings ein raetsel: Seit August 2008 lebt er hier und hat seine Kisten zum groessten Teil noch nicht ausgepackt. Dafuer stapeln sich in einem Zimmer neun Gitarren, im anderen zehn Verstaerker fuer E-Gitarren. Das sei sein neues, etwas kostspieliges Hobby, verraet er uns spaeter. Wer uns eine Artistenwohnung bescheinigt, hat diese Wohnung noch nicht erblickt! In dem Wohnzimmer geht ein wirklich schoener Kamin voellig unter, weil der fernseher so riesig ist, dass der Kamin nicht mehr auffaellt. Verrueckte Amerikaner.
Wir sind dann erstmal zum Times Square gewandert, was dann doch nicht ganz so fussnah liegt wie wir vermutet hatten... Dort, auf riesiger Grossbildleinwand, erfuhren wir dann vom Tod Michael Jacksons, der ganze Times Square wisperte es raunend vor sich hin - und das sind Menschenmassen, die ihresgleichen suchen. Tom meint, in Shibuya, Tokio, da werde der Times Square noch potenziert. Muss ich vielleicht auch mal hin...
Anschliessend waren wir nur noch einkaufen und dann sind wir todmuede ins Bett gefallen - nach New Yorker Zeit um 10 pm, deutsche und gefuehlte Zeit: vier Uhr morgens. Aber jetzt sind wir glaube ich dem Jetlag entkommen. Und fruehstuecken gemuetlich in unserer Artistenwohnung - zu deren Grundausstattung auch ein topmoderner Laptop mit Internetanschluss gehoert. Darum schonmal dieser lange erste Bericht.
Das Wetter ist heute eher grau und regnerisch. Heute nachmittag hat das MoMA freien Eintritt, das werden wir dann wohl machen.
Dienstag, 23.06.2009
Ghetto NY
Morgen geht es los! Seit einem halben Jahr kein Urlaub, jetzt endlich!
Wir fahren nach New York City, der Mann und ich. Da wo Ghetto People auf Law & Order treffen.
Big Apple. Ground Zero. Sex and the City. Und wie das da alles heißt.
Artig habe ich bereits den Fragebogen zur Einreise ausgefüllt, habe bestätigt, dass ich keinen terroristischen Akt plane und auch noch nie an einem Genozid beteiligt gewesen bin.
Das ist wichtig, denn wenn sie mich beim Lügen ertappen, können sie mich gleich wieder nach Hause schicken - ein terroristischer Akt alleine scheint dafür dann nicht auszureichen...
Bei irgendeinem Pizzaladen werden wir dann einen Schlüssel entgegen nehmen. Der Mann sorgt sich, dass diese Art der Übergabe gar zu konspirativ sein könnte, gar zu unheimlich, mafiös.
Ich finde das aber gut, denn nach einem langen Flug könnte einen ein Stück Pizza doch durchaus gut munden.
Die Wohnung liegt direkt in Manhattan. Das ist, glaube ich, ganz gut - ich war ja noch nie in New York. Ich kenne mich da gar nicht aus. Jahrelang dachte ich, das wäre alles total Ghetto da. Night on Earth mit Armin Müller-Stahl als Taxifahrer in New York hat da meinen Blick getrübt.
Nun gilt New York inzwischen als eine der sichersten Städte der USA. Und das Bild wird von Sex and the City geprägt. Ich werde mir selbst ein Bild machen (ich weiß ja, was Ghetto bedeutet).
Und dann geht es noch etwas intellektueller nach Boston, Harvard und so.
Und nach Baltimore, da ist ja... da gibts ja... Naja, das ist jedenfalls auch eine Stadt...
Auf jeden Fall wirds ein schöner Urlaub, denke ich doch.
In diesem Sinne: See u guys!
Wir fahren nach New York City, der Mann und ich. Da wo Ghetto People auf Law & Order treffen.
Big Apple. Ground Zero. Sex and the City. Und wie das da alles heißt.
Artig habe ich bereits den Fragebogen zur Einreise ausgefüllt, habe bestätigt, dass ich keinen terroristischen Akt plane und auch noch nie an einem Genozid beteiligt gewesen bin.
Das ist wichtig, denn wenn sie mich beim Lügen ertappen, können sie mich gleich wieder nach Hause schicken - ein terroristischer Akt alleine scheint dafür dann nicht auszureichen...
Bei irgendeinem Pizzaladen werden wir dann einen Schlüssel entgegen nehmen. Der Mann sorgt sich, dass diese Art der Übergabe gar zu konspirativ sein könnte, gar zu unheimlich, mafiös.
Ich finde das aber gut, denn nach einem langen Flug könnte einen ein Stück Pizza doch durchaus gut munden.
Die Wohnung liegt direkt in Manhattan. Das ist, glaube ich, ganz gut - ich war ja noch nie in New York. Ich kenne mich da gar nicht aus. Jahrelang dachte ich, das wäre alles total Ghetto da. Night on Earth mit Armin Müller-Stahl als Taxifahrer in New York hat da meinen Blick getrübt.
Nun gilt New York inzwischen als eine der sichersten Städte der USA. Und das Bild wird von Sex and the City geprägt. Ich werde mir selbst ein Bild machen (ich weiß ja, was Ghetto bedeutet).
Und dann geht es noch etwas intellektueller nach Boston, Harvard und so.
Und nach Baltimore, da ist ja... da gibts ja... Naja, das ist jedenfalls auch eine Stadt...
Auf jeden Fall wirds ein schöner Urlaub, denke ich doch.
In diesem Sinne: See u guys!
